29. September 2013

Tipp Nr. 19: Cover - mit Bildersuche gegen die Einfallslosigkeit

Auch wenn ich kein Grafiker bin - aber nachdem eben in meiner Facebook-Timeline schon wieder das gleiche Cover-Motiv aufgetaucht ist: "Frau mit aufgerissenen Augen bekommt Mund zugehalten" - frage ich mich wirklich, was diese Einfallslosigkeit soll.
Nur weil ein Motiv bereits gefühlte 887 Mal für ein Buch-Cover verwendet wurde, macht es aus selbigem keinen Besteller, sondern es wirkt einfach nur beliebig und langweilig. Und als Leser wären meinen Erwartungen an den Inhalt eher gering.

Wie kann man nun solche unerfreulichen "Dopplungen" vermeiden? Zum einen kann man i.d.R. bei Stockfotos sehen, wie oft das Motiv schon runter geladen wurde, welches man evtl. verwenden möchte. Da die Anbieter (Grafiker, Fotografen) ihre Arbeiten aber meistens nicht nur bei einer Datenbank einstellen, kann man über die Download-Zahlen nur eine grobe Schätzung bekommen - sofern sie denn überhaupt angezeigt werden. Dazu kommt,  dass sich z.B. das oben genannte Motiv auch bei den Anbietern großer Beliebtheit erfreut und in gleich verschiedenen Ausführungen bei den Agenturen vorhanden ist.

Kleiner Tipp zur Vermeidung solch austauschbarer und langweiliger Cover: Google Bildersuche und Tineye verwenden.
Bei Google klickt Ihr auf das Kamarasymbol und könnt dann entweder ein Bild hochladen oder eine Bild-URL eingeben. Dann findet Google ähnliche Motive - wobei die Auswahl der angezeigten Motive dann auch tatsächlich auf "ähnlich" und nicht "genau" liegt.
Bei der Rückwärts-Suche auf Tineye funktioniert ebenfalls über das Bild (hochladen) oder die Bild-Url (eingeben). Eine weitere Möglichkeit ist drag & drop, also das Ziehen des jpgs von Eurem Computer in die Eingabemaske.

Diese Suche lässt sich übrigens auch gut nutzen, um für ein bestimmtes Motiv den besten Anbieter zu finden. Denn auch bei Stockfotos sind die Preise und die Konditionen sehr unterschiedlich.

Ein weiterer Tipp, um dem Cover eine individuelle Note zu geben, ist natürlich die Bildbearbeitung. Also nicht das gekaufte Foto einfach mit einer Typo versehen und gut ist, sondern etwas Kreativität walten lassen - den Bildausschnitt verändern, andere Bildelemente hinzufügen, Farbe, Licht & Schatten - es gibt unendlich viele Möglichkeiten aus einem Stockfoto ein originelles Cover für das eigene Buch zu machen. Und wenn Ihr Euch die Bildbearbeitung nicht zutraut: dafür gibt es übrigens Profis. Self Publishing heißt ja nicht, dass Ihr ALLES selber machen müsst.

So, und jetzt habt Ihr keine Ausreden mehr für mangelnde Kreativität bei der Motivauswahl ;-)

25. September 2013

Tipp Nr. 11: Wo könnt ihr Euer Buch bekannt machen?

Seit es selbst für Verlagsautoren immer schwieriger wird, ihre Bücher in den Medien vorzustellen – außer sie gehören zu den Top-Sellern –, gewinnen Buch-Blogs immer mehr an Bedeutung.
Für Self Publisher, die auch bei Verlagen veröffentlichen bzw. veröffentlicht haben (nicht BOD!), besteht außerdem die Möglichkeit, über lovelybooks.de Kontakt mit den Lesern aufzunehmen. Wer dort eine Autorenseite hat, kann z. B. Leserunden veranstalten und auf diesem Weg ein paar Rezensionen einsammeln. 
Ich werde demnächst noch einen weiteren Blogpost zum Thema Werbung schreiben - schließlich wollen wir doch dafür sorgen, dass die vielen Weihnachts-eReader von ihren neuen Eigentümern gut gefüttert werden ;-D



Hier soll es aber um die Buch-Blogger und die Frage gehen, ob man seine Bücher als Self Publisher zur Rezension anbieten kann. 
Sebastian Brück hat sich diese Frage auch vor einigen Monaten gestellt und Fragebögen an diverse Buch-Blogger verschickt. Das Ergebnis hat er in seinem ebook: Wer rezensiert mein E-Book? Blog-Wegweiser für Indie-Autoren (und ihre Leser) zusammengefasst.
In meinem Buch für Self Publisher findet sich auch ein Interview mit dem Autor. An dieser Stelle gibt es jedoch den Buchtipp, sowie einen kleinen  Hinweis von Sebastian Brück. Und zwar wie man die gelisteten Buch-Blogger NICHT kontaktieren sollte.
Nämlich die Blog-Übersicht in seinem E-Book "keinesfalls als Liste zu sehen, die es abzuarbeiten gilt – etwa mit einem Standardanschreiben („Lieber Blog-Betreiber“) und nach dem Motto „Je mehr Blogs ich kontaktiere, desto höher sind meine Rezensionschancen“.  Man sollte sich vielmehr ausführlich mit einem Blog beschäftigen, bevor man mit dem Betreiber Kontakt aufnimmt und nicht sofort eine Mobi- oder Epub-Datei des E-Books schicken. 
Besser ist es, beim Erstkontakt kurz zu beschreiben, worum es in dem Buch geht und eventuell eine kurze Leseprobe bzw. sofern schon vorhanden den Amazon-Link mitzuschicken. So können eventuelle Missverständnisse und Enttäuschungen schon im Vorhinein vermieden werden, und weder Autor noch Blogger verschwenden unnötig Zeit."

Kürzlich ist Sebastians Blogger-Buch in der 8. Ausgabe erschienen  - komplett überarbeitet und aktualisiert.   
Infos zum Update für bisherige Käufer: E-Mail an den Kindle-Support schicken, mit Angabe der ASIN-Nummer dieses E-Books! (ASIN: B008KL8JQS)

18. September 2013

Tipp Nr. 18 - eBook-Promotion über Beam-eBooks

In Sachen Promotion für Self Publisher gibt es besonders erfreuliche Neuigkeiten für Autoren, die ihre Bücher bei beam-eBooks anbieten. Dort ist es seit kurzem möglich Aktionen mit kostenlosen Downloads-Codes zu veranstalten. Und anders als mit Promo-Codes von iBooks erreicht man hier viel mehr Nutzer.
Christoph Kaufmann ist da flexibel und bietet mehrere Varianten an. So kann man z.B. die eMail-Adressen von den Gewinnern einer Leserunde an Beam schicken, die dann wiederum ihren persönlichen Download-Code für das gewonnene eBook zugeschickt bekommen. Und da die Titel bei Beam bekanntlich DRM-frei sind, können die .epubs dann auch problemlos auf den Endgeräten gelesen werden.
Für weitere Einzelheiten schreibt einfach eine kurze mail an support@beam-ebooks.de und schildert, was Ihr geplant habt.
Sobald ich die Promo-Codes im „Selbsttest“ ausprobiert habe, werde ich natürlich an dieser Stelle darüber berichten.

7. September 2013

"Best of E-Books" - Self Publisher präsentieren ihre Werke

Self Publisher verfügen ja eher über keinen großen Werbe-Etat und so ist jede Möglichkeit, dass eigene Buch bekannt zu machen, hoch willkommen.
Deshalb war ich auch sofort einverstanden, als mir Ruprecht Frieling sein Projekt vorstellte: "Best of E-Books" sollte einige ausgewählte Self Publisher mit ihren Werken präsentieren.
Was natürlich noch dazu beitrug, dass ich gerne dabei sein wollte, waren Ruprechts Erfahrung auf dem Gebiet der eBook-Vermarktung und seine hervorragende Kenntnis SP-Szene.
Vor drei Tagen erschien nun die erste Ausgabe von "Best of E-Books" - weitere Bände sollen folgen.

»Best of E-Books« bietet auf umgerechnet ca. 350 Buchseiten Arbeitsproben von handverlesenen Top-Autoren aus allen Genres von Fantasy über Krimi, Science-Ficition und Frauenliteratur bis hin zu autobiographischen Erfahrungen. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe, die fortgesetzt werden soll.
Im unergründlichen Ozean der E-Book-Literatur muss man tief tauchen, um Perlen zu fischen. Um dem Leser Hilfestellung zu bieten, hat Herausgeber Wilhelm Ruprecht Frieling eine solche Tauchfahrt unternommen. Dabei sind ihm 23 Autoren begegnet, die er vorstellt. Seine Kriterien für die Auswahl sind textuelle Aufrichtigkeit und Authentizität sowie ein eigener, möglichst unverwechselbarer Stil des jeweiligen Autors.
Mit vierzig Erfolgsjahren im Verlagswesen reklamiert Frieling ein zuverlässiges Gespür für Texte. Seine vor einem Jahrzehnt ins Leben gerufene Plattform literaturzeitschrift.de gilt als Pionierleistung der Buchbloggerszene. Insofern will er mit dieser E-Anthologie Maßstäbe setzen. Für die nächste Ausgabe freut er sich auf Hinweise, welche neuen Autoren aus Lesersicht in einen solchen Auswahlband gehören.
Folgende Autoren sind mit Leseproben in dem Sammelband vertreten: Carina Bartsch, Carla Berling, Birgit Böckli, Emily Bold, Béla Bolten, Myra Çakan, Michael Erle, Volker Ferkau, Frieling, Ruprecht, Susanne Gerdom, Chris Karlden, Michael Linnemann, Nika Lubitsch, Matthias Matting, Michael Meisheit, Thomas R.P. Mielke, Hanni Münzer, Norman Nekro, Horus Odenthal, Helmut Poell, Petra Schier, Brigitte Tholen, Marah Woolf

Wer also gerne Autoren jenseits der Verlagswelt kennen lernen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen, denn für die folgenden vier Tage ist das eBook kostenlos über Amazon zu bekommen >> Download

2. September 2013

In drei (kleinen) Schritten zum eigenen eBook-Shop - Update

Zu Ceebo gibt es ein Update: leider ist der Shop für Self Publisher nicht mehr so attraktiv, da Ceebo jetzt für Einrichtung des Shops eine Gebühr nimmt. Außerdem gilt ein Mindestumsatz.  
Näheres zu den Neuerungen steht unter dem eigentlichen Beitrag. 

Vor einigen Monaten bat mich Thomas Knip um einen Gastbeitrag  für seinen Blog. 
Dieser Bitte bin ich gerne nachgekommen.
Und natürlich möchte ich euch den Beitrag nicht vorenthalten. Hier ist er:

Im Frühjahr 2011 las ich zum ersten Mal über das Kindle Self-Publishing Programm von Amazon. Zwei Gedanken gingen mir durch den Kopf: „Backlist“ und „eBooks – wie geht das?“. 

Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die alles jetzt und sofort ausprobieren müssen, beschloss ich erstmal abzuwarten. Im Sommer war es dann aber soweit: Mein Roman Downtown Blues war fertig formatiert (von den Kopfschmerzen, die mir die Aktion verursachte, will ich hier nicht reden), ich hatte mich mit der Künstlerin, die die Illustration für die gedruckte Ausgabe gemacht hatte, über die Konditionen für die Verwendung des Covers geeinigt und bei meinem alten Verlag angefragt, ob ich den Klappentext für Werbezwecke verwenden dürfte.
Um die Geschichte abzukürzen: Meine anderen drei Romane folgten im Laufe des Herbstes und nachdem Roman Nr. 5 Dreimal Proxima Centauri und zurück erschienen war, legte ich auch hier die eBook-Version nach. 
Alles lief wie geplant. Allerdings bekam ich ab und an Anfragen von Fans, die wissen wollten, ob es meine Bücher auch im ePub-Format geben würde und ob ich einen Shop hätte, in dem sie direkt vom Autor kaufen könnten. Erst da wurde mir eigentlich bewusst, dass es mehr als ein Format für eBooks gibt und auch mit hartem DRM hatte ich mich bis dahin nicht weiter beschäftigt, da Amazon mit dem Kindle ja ein geschlossenes System hat. 
Es wurde Frühjahr und ich dachte „Warum eigentlich nicht?“. Meine Internet-Recherche ergab, dass es auf dem einfachen Weg nicht möglich sein würde, einen funktionierenden Shop aufzubauen. Mit einfach meine ich nicht nur eine unkomplizierte Handhabung, sondern auch keine Vorab-Kosten sowie ein einfaches und sicheres Bezahlsystem für die Käufer, inklusive einer Downloadfunktion für die eBooks.