22. Februar 2013

Autoren: zwischen Frustration und Selbstverwirklichung?

Als ich eben auf writingwoman Petra A. Bauers neuesten Blogpost las, hatte ich gleich mehrere Aha-Erlebnisse. Denn in meinem Autorenleben sind mir viele der angesprochenen Dinge auch schon begegnet: da ist dann etwas nicht Genre-Typisch genug, oder man hat gerade etwas ähnliches in USA eingekauft, was natürlich viel besser ist. Auch die Einstellung, dass Autoren mit Manuskripten in Vorleistung gehen sollen, wird mittlerweile immer häufiger verlautbart - da spielt es auch keine Rolle, dass man eine ganze Reihe Veröffentlichungen bei angesehenen Verlagen vorzuweisen hat. Null Risiko, lautet die Devise und die Zeiten, in denen sich Herausgeber für einen Text oder einen Autor stark machten, scheinen aus einer weit entfernten Zeit zu stammen. Was bleibt also, der Weg ins Self Publishing...? 

Ich könnte hier noch sehr viel mehr schreiben. Aber ich lass lieber Petra A. Bauer zu Wort kommen:

Machen Verlage die Autoren kaputt?

Schreiben & VeröffentlichenMachen Verlage die Autoren kaputt? Die Frage klingt ein bisschen provokant und so soll es ja auch sein. Ich hätte ebensogut fragen können: Machen Imprints die Autoren kaputt? Oder Machen Trends die Autoren kaputt? Und was meine ich überhaupt mit "kaputt"?
Zunächst einmal: Man setze zwei oder mehrere Autoren zusammen und sie beginnen zu klagen. Da nehme ich mich keinesfalls aus, denn es gibt ja auch genug zu jammern. Die einen lamentieren über die wachsende Welle der Selfpublisher - früher bei Print on Demand heute bei Ebooks, die ohnehin für manche Autoren das Ende der Welt bedeuten, während andere Kollegen es als Chance auf eine völlig neue (zusätzliche) Leserschaft sehen. Wir schimpfen über Verlage, die viel Geld für Buchveröffentlichungen von den Autoren verlangen und über Veranstalter, die kein Honorar für Lesungen zahlen wollen. Andere regen sich über Amazon (jetzt sowieso) und das Bewertungssystem auf. Ein sehr großer Teil der Autorenschaft schimpft aus diversen Gründe auf die Verlage.

Aber alle sind sich einig: Dieses Warten auf den nächsten Trend ist die Pest. 

Der Otto-Normalleser geht vermutlich noch immer davon aus, dass ein Schriftsteller eine Geschichte erzählen möchte, die einfach “raus” muss und mit diesem Manuskript dann einen Verlag sucht. Und wenn das Buch bei der Leserschaft gut angekommen ist, gibt es eine Fortsetzung oder ein weiteres, davon unabhängiges Buch. So war das früher mal, und bei manchen Autoren ist es auch heute noch so. Die Chance, dass es genau so läuft, ist allerdings bei kleinen Verlagen, die aus Idealismus gegründet werden, höher als bei den Publikumsverlagen, die sich den Gesetzen der Marktwirtschaft unterwerfen müssen. Denn dort wartet man schon lange nicht mehr auf eine gute, ungewöhnliche Geschichte, abseits von jedem Trend und jeder Schublade (auch da gibt es Ausnahmen, aber ich will ja hier von dem sprechen, was eher häufig passiert, also bitte ich auch im Folgenden die Verallgemeinerung zu entschuldigen). 
bitte HIER  weiterlesen.

17. Februar 2013

Tipp Nr. 15: Vorgefertigte Cover

Ich habe ja schon öfter Beiträge zum Thema Cover-Gestaltung veröffentlicht. Dabei ging es einmal um die Punkte, die bei eBook-Covern zu beachten sind, und im zweiten Beitrag habe ich Euch erzählt, wie Ihr an günstige Motive für Euer Titelbild kommt. 
Als Self Publisher ist man i.d.R. Autor, Designer und noch einiges mehr in Personalunion. Doch nicht jeder Schriftsteller hat auch zwangsläufig ein geschicktes Händchen, oder den richtigen Blick, für ein gutes Cover - von der richtigen Software will ich hier gar nicht erst anfangen, denn ohne das Gespür für Design, nützt auch die beste Software nichts. 
Was also tun? Sich mit einem vermurksten Titelbild zufrieden geben? Nur das nicht. Das Cover ist schließlich das Wichtigste, wenn es um den Verkauf Eures Buches - der erste Eindruck zählt. 
Nachdem ich für mein aktuelles Buch einen anderen Designer brauchte, da die Künstlerin mit der ich sonst zusammenarbeite keine Zeit hatte, habe ich mich im Web einmal auf die Suche gegeben und bin auf vorgefertigte (engl. premade) Cover gestossen - das sind fertig gestaltete Cover, auf denen nur noch der Buchtitel und der Name des Autors eingefügt werden muss. Letztendlich habe ich den Illustrator für meine neue SF-Sammlung auf anderem Weg gefunden - dazu gibt es im März noch einen Beitrag - aber das Ergebnis meiner Suche möchte ich Euch nicht vorenthalten und stelle Euch Shelley von Spittyfish-Design und einige ihrer Arbeiten vor. 

15. Februar 2013

Tipp Nr. 14: Braucht mein Buch einen Strichcode?

Seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, meine Taschenbücher nicht nur über Create Space zu vertreiben, sondern eine kleine Auflage drucken zu lassen.
Dazu hab gilt es, neben den logistischen Fragen wie z.B. den Vertrieb, auch noch andere Dinge zu beachten. Wie sieht es z.B. mit diesem Strichcode aus, der immer unten rechts auf den Buchrücken gedruckt wird. Brauche ich den und welche Informationen sind in ihm versteckt? Ich habe mal etwas recherchiert und hier ist das Ergebnis:

Welche Informationen verstecken sich in dem Strichcode und wo bekommt man ihn?
Die ISBN-Agentur, über die ich meine ISB-Nummern für die edition dardariee gekauft habe, bietet natürlich auch Strichcodes an -  der Stückpreis beträgt 4,00, man muss jedoch mindestens ein Zehnerpack bestellen. Eine weitere Möglichkeit findet sich auf dieser Webpage. Wichtig: über dem Strichcode muss die ISBN noch einmal ausgeschrieben stehen.

Auch im Strichcode, den man über die Agentur bestellen kann, ist übrigens nur die ISBN enthalten. Scannt ein Buchhändler den Code ein, werden ihm alle, zum Titel vorhandenen, Informationen angezeigt. Allerdings müssen diese beim VLB - dem Verzeichnis lieferbarer Bücher - hinterlegt worden sein.
Ein Eintrag beim VLB kostet natürlich Geld. Ob so ein Eintrag sinnvoll ist, sollte jeder selbst entscheiden.

Für den Verkaufspreis braucht man keinen zweiten Strichcode anbringen. Neben dem VK-Preis steht die Währung und das Land - EUR (D)
Ist das Buch beim VLB gelistet, ist der Preis dort auch hinterlegt. Auf den Umschlag gehört er natürlich trotzdem.
Übrigens ist man nicht zum Anbringen eines Strichcodes verpflichtet. Will man seine Bücher jedoch über einen Barsortimenter (z.B. libri) verkaufen, wird der Code benötigt.

13. Februar 2013

Hilfe, wer konvertiert mein eBook?

Als ich im Oktober diesen Blog startete, war eines meiner Ziele, Self Publsihern nützliche Adressen an die Hand zu geben. Seit kurzen bin ich dabei eine Liste aufzubauen, die ständig ergänzt werden wird. Die Dienstleister werden dann kurz von mir vorgestellt werden. 

Den Anfang macht Corinna Rindlisbacher, deren Firma ebokks unter anderem auch einen Konvertierungsdienst anbietet. 
Ich konvertiere zwar meine eBooks selbst, aber ich habe mir Titel, die von eBokks konvertiert wurden, auf meinen Kindle geladen und eine befreundete Autorin, die den Service genutzt hat, ist von dem Angebot begeistert. Deshalb empfehle ich diesen Dienstleister mit gutem Gewissen.

Viele Autoren fühlen sich von der neuen Technik etwas überfordert. Da ist ein Konvertierungs-Service, wie Du ihn anbietest, sehr nützlich.

Was mich interessieren würde: Es gibt ja sehr unterschiedliche Textverarbeitungsprgramme - ist es eigentlich egal, in welchem Format der Text bei Dir angeliefert wird?
Corinna Rindlisbacher: Ob .pdf, .docx, .odt, .indd ... wir können (beinahe) alle Textformate umwandeln. Ganz selten stoßen wir mal auf ein Format, wofür wir nicht die richtige Software haben. Aber auch dafür findet sich meist eine Lösung. Bei exotischen Dateiendungen am besten einfach mal bei uns nachfragen.

6. Februar 2013

Ausschreibung: Autoren@Leipzig-Award

Zum ersten Mal wird, im Rahmen der Leipziger Buchmesse, ein Preis für das beste, selbstpublizierte eBook im Bereich Belletristik und Sachbuch vergeben. 
Wer bis zum 15. Februar das online-Formular ausfüllt und Leseprobe und Cover hochlädt ist dabei. Alles Weitere unter indie-autor-preis.de. Viel Erfolg!

4. Februar 2013

eBooks verschenken, um eBooks zu verkaufen?

In den vergangenen Monaten wurde verschiedentlich über das Für und Wider von Gratis-Aktionen auf Amazon berichtet. Und der Tenor ging immer mehr in Richtung: Hat keinen Zweck, bringt nichts mehr. 
Wie bei so vielen Dingen, rund ums Self Publishing, bringen aber Verallgemeinerungen ebenso wenig. Und daher hatte ich geplant, auch einen Beitrag zum Thema zu schreiben und von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Bücherverschenken und von den Erkenntnissen, die ich daraus gewonnen habe, zu berichten. 
Eigentlich, denn gestern las ich auf Facebook einen Kommentar von Matthias Brömmelhaus, der sich mit genau diesem Thema beschäftigte. Unter dem Pseudonym Béla Bolten hat er u.a. zwei historische Kriminalromane veröffentlicht und diese im Rahmen einer Gratis-Aktion verschenkt. Mit sehr gutem Erfolg. Sein aktueller Titel Leahs Vermächtnis (Berg und Thal Krimi), der kürzlich auch verschenkt wurde, ist z.Zt. auf Platz 6 bei den Krimis und auf Platz 17 im Gesamtranking! 
Was lag also näher, als den Autor um einen Gastbeitrag zu bitten? Zu meiner Freude hat er zugestimmt, und hier kommt nun der überaus lesenswerte und fundierte Beitrag von Matthias Brömmelhaus:


Gratisaktionen: Nutzen oder Schaden?
Über kaum etwas wird unter verlagsunabhängigen Autoren so intensiv diskutiert wie über den Nutzen oder Schaden von Gratisaktionen bei Amazon. Dabei wird oft vieles durcheinander geworfen, wird gerne wild spekuliert, werden Glaubenssätze verkündet und oftmals wird sogar verurteilt nach dem Motto: Wer seine Bücher verschenkt, schadet allen anderen Autoren. Das stimmt natürlich genauso wie die Aussage, dass ein Verlag, der für seine Toptitel einen Platz auf dem Präsentationstisch der Buchhandlung kauft, ebenfalls allen Autoren schadet, die nicht auf diesem Tisch liegen. Das nennt man Marktgeschehen und Wettbewerb.
Gratisaktionen können für verlagsunabhängige Autorinnen und Autoren ein wichtiger Baustein ihrer Marketingstrategie sein. Das gilt vor allem, wenn mit der Veröffentlichung von E-Books via Amazons KDP ein nennenswertes Einkommen erzielt werden soll. Dann bedarf es einer wohlgeplanten Strategie, bei der Verschenkaktionen nur ein Mosaikstein sind, aber ein durchaus wichtiger. Wer „einfach mal so“ sein Buch verschenkt, wird kaum nachhaltigen Erfolg haben, zumal diese Marketingaktionen für eine Vielzahl, vielleicht sogar für die Mehrzahl der Titel eher kontraproduktiv denn nützlich sein kann.